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Google: „Position“ in der Search Console täuscht bei KI-Übersichten

Googles John Mueller bestätigt: Die Search Console zählt KI-Übersichten als einen Block. Worauf SEO-Teams achten und welchen Kennzahlen sie trauen können.

Kurzantwort

Googles Search Advocate hat bestätigt, dass die Search Console KI-generierte Übersichten als einen einzigen Block erfasst und jedem Link darin dieselbe Spitzenposition zuweist. Dadurch wird die klassische Kennzahl der durchschnittlichen Position für die KI-Suche irreführend. Fachleute empfehlen inzwischen, statt auf Rankings auf reale Ergebnisse wie Besuche und Conversions zu achten.

Das Wichtigste

  • Die Search Console zählt ein Feld mit KI-Übersicht als einen einzigen Block; jeder Link darin erhält dieselbe Spitzenposition (Position 1).
  • Laut einer Untersuchung von Seer Interactive ist die Klickrate bei KI-Übersichten um 61 % gesunken.
  • Laut einer Feldstudie verringert eine KI-Übersicht oben auf der Seite die Klicks auf Standardergebnisse um rund 38 %.
  • KI-Übersichten erscheinen bei 21 % der Suchanfragen.
Ein Dashboard für Datenanalyse auf einem Laptop-Bildschirm
Foto: Atlantic Ambience / Pexels

2 Min. Lesezeit

Google Search Advocate John Mueller räumte in einer Reddit-Diskussion ein, dass die Search Console KI-gestützte Suchergebnisse nicht genau abbilden kann. Laut Search Engine Journal sagte Mueller, ein klassisches Rank-Tracking für KI-Funktionen sei „schwer auf eine Weise umzusetzen, die nützlich ist“.

Was bedeutet „Block Flattening“?

Statt die Position jedes einzelnen Links innerhalb eines Felds mit KI-Übersicht (AI Overview) zu betrachten, behandelt die Search Console das gesamte Feld als einen einzigen Block. Da KI-Übersichten meist über den organischen Ergebnissen erscheinen, zählt das gesamte Feld als Position 1: Der sichtbarste Link im Feld und ein Link, der sich hinter dem Menü „Mehr anzeigen“ verbirgt, erscheinen in den Berichten mit derselben Spitzenposition. Laut einer Untersuchung von Seer Interactive fällt diese Verzerrung mit einem Rückgang der Klickrate bei KI-Übersichten um 61 % zusammen; eine Feldstudie ergab, dass eine KI-Übersicht oben auf der Seite die Klicks auf organische Standardergebnisse um rund 38 % verringert und dass KI-Übersichten bei 21 % der Suchanfragen erscheinen.

Worauf sollten SEO-Teams jetzt achten?

Muellers Rat lautet, nicht länger zu versuchen, die Ergebnisse in die alte Ranking-Skala von 1 bis 10 zu pressen. Die Analyse von Search Engine Journal empfiehlt, sich statt auf eine Ranking-Zahl darauf zu konzentrieren, ob die Marke in der KI-Antwort erwähnt wird (ja/nein), sowie auf Ergebnisse wie tatsächliche Websitebesuche, Formulareinsendungen und Conversions, die von der Verzerrung bei den Zählregeln für Impressionen nicht betroffen sind.

Was bedeutet das in der Praxis?

Ein optimistisches Bild in der Ranking-Tabelle kann Kunden oder der Geschäftsleitung ein falsches Gefühl der Sicherheit vermitteln.

  • Betrachten Sie den Bericht „Durchschnittliche Position“ in der Search Console bei Suchanfragen mit KI-Übersicht nicht als eigenständigen Erfolgsmaßstab; gleichen Sie ihn mit Besuchs- und Conversion-Daten ab.
  • Erfassen Sie Traffic aus KI-Übersichten in Ihrem Analysetool in einem eigenen Segment; vermischen Sie ihn nicht mit klassischem organischem Traffic.
  • Ersetzen Sie im monatlichen Reporting an Kunden oder Geschäftsleitung „Rankings“ durch „Wird die Marke in KI-Antworten erwähnt?“ und „Besuche/Conversions aus diesem Kanal“.

Häufige Fragen

Ist die Position der KI-Übersicht in der Search Console jetzt völlig nutzlos?
Nicht ganz; sie kann genutzt werden, um zu bestätigen, dass eine Seite in einer KI-Übersicht erscheint. Die Positionszahl jedoch mit echter Sichtbarkeit oder echtem Klickpotenzial gleichzusetzen, ist irreführend, da alle Links im Feld mit derselben Spitzenposition erfasst werden.

Quellen

  1. Search Engine Journal ·

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