Immobilien

Was die Kundengewinnung im Immobilienvertrieb wirklich kostet

Bei Immobilienteams liegen die wahren Kosten eines Telefonprogramms weit über dem Gehalt. So berechnen Sie die Kosten pro Abschluss, Schritt für Schritt.

Kurzantwort

Die wahren Kosten der Kundengewinnung über ein Telefonteam liegen im Immobilienvertrieb weit über dem Gehalt der anrufenden Person. Wählsoftware, Datenlisten, die Zeit der Teamleitung und Fluktuation gehören dazu. Die richtige Kennzahl sind nicht die Kosten pro Lead, sondern die Kosten pro Abschluss; dafür muss das CRM die Herkunft jedes Leads bis zum Verkauf verfolgen.

Das Wichtigste

  • Laut einer Analyse auf HousingWire liegen die echten Kosten von Telefonprogrammen weit über Gehalt und Softwaregebühren.
  • Mit allen Nebenkosten können virtuelle Telefonprogramme jährlich zwischen $32,000 und $48,000 kosten.
  • Der Rat der Autorin: den Kanal nach Kosten pro Abschluss bewerten; ein CRM ohne Lead-Herkunft ist das erste Problem.
Ein Immobilienmakler telefoniert vor einem Haus mit einem Zu-verkaufen-Schild
Foto: Thirdman / Pexels

3 Min. LesezeitAutor: UNIT Journal RedaktionChefredakteur: Uğur Deniz İlhan

Immobilienteams und Maklerbüros bewerten ihre Telefonakquise oft nur nach dem Gehalt der anrufenden Person und den Softwaregebühren. In einer auf HousingWire veröffentlichten Kolumne argumentiert Robyn Thompson DeSantos, Gründerin von Ascension Group, dass die tatsächlichen Kosten deutlich höher sind und der Kanal an seinen Kosten pro Abschluss gemessen werden sollte.

Warum kostet ein Telefonteam mehr als sein Gehalt?

Weil Werkzeuge, Daten und die Zeit der Teamleitung hinzukommen. Laut der Autorin kann die Wählsoftware in einem typischen Aufbau zwischen $150 und mehr als $400 im Monat kosten, Listendienste für abgelaufene Inserate oder privat angebotene Immobilien zwischen $100 und mehr als $300 im Monat. Dazu kommen die Stunden, die die Teamleitung mit dem Abhören von Aufnahmen, dem Anpassen von Gesprächsleitfäden und dem Nachverfolgen verlorener Leads verbringt.

Unter Berufung auf MyOutDesk nennt die Kolumne für einen virtuellen Vollzeit-ISA (Inside Sales Agent) einen veröffentlichten Satz von $1,988 im Monat, rund $23,856 im Jahr. Mit Werkzeugen und Führungszeit kosten die meisten virtuellen ISA-Programme jährlich zwischen $32,000 und $48,000. Eine interne Kraft ist noch teurer: Laut Glassdoor liegt das durchschnittliche Gehalt eines Immobilien-ISA in den USA bei $55,692. Fluktuation erhöht diese Kosten zusätzlich.

Ein Beispiel der Autorin zeigt, warum die Rechnung wichtig ist: Eine Teamleiterin zahlte einer virtuellen Assistentin $1,200 im Monat für Anrufe bei Leads günstiger Anbieter und weitere $1,000 im Monat für die Leads. Nach sechs Monaten stellte sie fest, dass die Assistentin nicht ausreichend geschult war, die Anrufe Leads verbrannten und der Verlust jeden Monat wuchs.

Wie viele Abschlüsse bringt die Ausgabe?

Laut den in der Kolumne zitierten NAR-Daten liegt die durchschnittliche Lead-Konversionsrate im Immobilienbereich über alle Kanäle und Quellen bei 0.4% bis 1.2%; Kaltakquise unterscheidet sich davon nicht wesentlich. Ein produktiver ISA vereinbart aus kalten Verkäuferlisten typischerweise 8 bis 12 Termine im Monat. Nach Erscheinens- und Abschlussquoten schließen die meisten Programme über diesen Kanal 10 bis 20 Transaktionen im Jahr ab.

Die Branche bewegt sich dennoch auf dieses Modell zu. Laut einer Studie von VA Masters aus 2026 setzen 52% der Immobilienteams und Maklerbüros mindestens eine virtuelle Assistenz ein, nach 24% im Jahr 2022; am häufigsten ausgelagert werden Telefonakquise und Terminvereinbarung.

Wie berechnet man die Kosten pro Abschluss?

Die Methode der Autorin hat drei Schritte:

  1. Ziehen Sie die Daten der letzten 12 Monate.
  2. Addieren Sie alle Kosten des Telefonteams, alle Software- und Datenabonnements sowie einen ehrlichen Wert für die Stunden, die Sie selbst in das Programm gesteckt haben.
  3. Teilen Sie die Summe durch die Zahl der Abschlüsse, die sich eindeutig diesem Kanal zuordnen lassen.

Verfolgt das CRM die Lead-Herkunft nicht bis zum Abschluss, liegt das Problem in der Messung, nicht im Programm. Laut der Autorin lässt sich über einen Kanal, den man nicht isolieren kann, keine fundierte Entscheidung treffen; Teams mit dauerhaften Telefonprogrammen kennen ihre Kosten pro Abschluss aus diesem Kanal so genau wie ihre Provisionseinnahmen.

Häufige Fragen

Sollte man Kosten pro Lead oder Kosten pro Abschluss verfolgen?
Beides, aber die Entscheidung sollte sich nach den Kosten pro Abschluss richten. Kosten pro Lead können günstige Quellen, die nie zu Verkäufen führen, besser aussehen lassen, als sie sind.
Funktioniert Kaltakquise im Immobilienvertrieb noch?
Laut der Autorin kann sie funktionieren, aber nur als Programm, dessen Gesamtkosten bekannt sind und das bis zum Abschluss gemessen wird. Ein Telefonprogramm, das ohne Erfolgsmessung wächst, kann auch den Verlust vergrößern.
Wie verfolgt man die Lead-Herkunft im CRM?
Jeder Lead, der per Formular, Telefon oder Nachricht eingeht, erhält beim ersten Kontakt eine Herkunftsmarkierung, die über alle Verkaufsphasen erhalten bleibt. Kampagnenparameter in Anzeigenlinks und Anruf-Tracking sorgen dafür, dass diese Markierung automatisch entsteht.

Quellen

  1. HousingWire ·

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