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Googles KI-Beitragspilot zahlt Verlagen nur sehr wenig

Berichten zufolge zahlt Googles KI-Beitragspilot einigen Verlagen weniger als ein Tausendstel ihrer Werbeeinnahmen. Was sollten Verlage tun?

Kurzantwort

Google betreibt einen Pilot, der Verlage bezahlt, deren Inhalte wesentlich zu KI-Antworten beitragen. Die berichteten Zahlungen unterscheiden sich stark: Ein früher Teilnehmer verdient viel, während viele kleine Websites nur einen winzigen Bruchteil ihrer Werbeeinnahmen erhalten. Wie die Zahlungen berechnet werden, ist ebenfalls unklar; für Verlage bietet der Pilot daher noch keinen verlässlichen Einnahmenplan.

Das Wichtigste

  • In Googles KI-Beitragspilot werden Berichten zufolge rund 100 Verlage bezahlt.
  • Bei einigen kleinen und mittelgroßen Websites liegen die Zahlungen unter 0,1 % der Werbeeinnahmen.
  • Unklar sind die Berechnung der Zahlungen und die Frage, was als wesentlicher Beitrag gilt.
Ein Laptop mit Diagrammen und Datenvisualisierungen in der Draufsicht
Foto: Lukas Blazek / Pexels

2 Min. LesezeitChefredakteur: Uğur Deniz İlhan

Search Engine Journal und Ars Technica haben unter Berufung auf einen Bericht von The Information die ersten Zahlen zu Googles KI-Beitragspilot veröffentlicht. Das Programm soll Websites bezahlen, deren Inhalte wesentlich zu KI-Antworten in der Gemini-App, in AI Overviews und im AI Mode beitragen.

Wie hoch sind die Zahlungen?

Dem Bericht zufolge werden im Pilot rund 100 Verlage bezahlt. Einige kleinere Websites verdienten über mehrere Monate weniger als 1.000 Dollar. Ein Verlag, der vor einigen Monaten beigetreten ist, hat bisher rund 50.000 bis 60.000 Dollar verdient und sagte, das sei nur ein kleiner Teil seines Geschäfts. Ein früher Teilnehmer verdient dagegen mehr als 1 Million Dollar pro Jahr. Bei vielen kleinen und mittelgroßen Websites machen die Zahlungen weniger als 0,1 % der Werbeeinnahmen aus.

Warum ist die Berechnung unklar?

Teilnehmer berichten, dass sich die Zahlungen von Monat zu Monat ohne Erklärung ändern können. Die Search Console zeigt einen monatlichen Verdienstbetrag, aber nicht, wie er berechnet wurde. Laut Search Engine Journal verlangt Googles Hilfetext, dass Inhalte wesentlich zur Antwort beitragen; eine Tatsache zu bestätigen oder nach der Erstellung der Antwort verlinkt zu werden, genügt nicht. Was „wesentlich“ bedeutet, ist nicht definiert.

Verlage vermuten, dass weniger breit behandelte Themen mit starkem Interesse, etwa Anime und Gaming, mehr einbringen. Einige größere Verlage, denen die Zahlungen zu niedrig sind, bleiben dem Pilot fern und hoffen auf ein besseres Angebot.

Was sollten Verlage und Content-Teams tun?

Die Quellen nennen nicht, in welchen Ländern das Programm läuft; es ist daher zu früh, es überall als direkte Einnahmequelle zu betrachten. Dennoch zeigt der Pilot, dass sich Beiträge zu KI-Antworten messen und monetarisieren lassen:

  • Planen Sie KI-Zahlungen nicht in Ihre Einnahmen ein; beobachten Sie sie als Chance, bis sie ein messbarer, offengelegter Posten werden.
  • Wenn die Search Console solche Verdienst- und Sichtbarkeitsdaten für Sie anzeigt, halten Sie sie regelmäßig fest, damit Sie bei späterer Veröffentlichung der Kriterien eine Historie haben.
  • Investieren Sie in wenig abgedeckte, originelle Nischenthemen; der von Verlagen beschriebene Trend geht dahin, dass solche Inhalte mehr einbringen.

Häufige Fragen

Was ist Googles KI-Beitragspilot?
Es ist ein Test, bei dem Google Verlage bezahlt, deren Inhalte wesentlich zu KI-Antworten beitragen. Google hat nicht im Detail erklärt, wie die Zahlungen berechnet werden oder wie weit das Programm reicht.

Quellen

  1. Search Engine Journal ·
  2. Ars Technica ·

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