Kurzantwort
Der Chiphersteller AMD übernimmt World Labs, ein Unternehmen, das Weltmodelle für das Verstehen und Erzeugen dreidimensionaler Umgebungen entwickelt. Bezahlt wird mit AMD-Aktien, und Gründerin Fei-Fei Li wird Chefwissenschaftlerin von AMD. Der Schritt soll Forschung zu Robotik und physischer KI näher an die Hardware-Roadmap von AMD bringen und die Softwareposition gegenüber Nvidia stärken.
Das Wichtigste
- AMD kauft World Labs für rund 8,2 Milliarden US-Dollar, vollständig in Aktien.
- World-Labs-Gründerin Fei-Fei Li wird Executive Vice President und Chefwissenschaftlerin bei AMD.
- World Labs wurde 2024 mit 230 Millionen US-Dollar Kapital gegründet und sammelte in diesem Jahr 1 Milliarde US-Dollar ein.

2 Min. LesezeitChefredakteur: Uğur Deniz İlhan
Der Chiphersteller AMD hat sich verbindlich auf die Übernahme von World Labs geeinigt, das unter anderem von der KI-Forscherin Fei-Fei Li mitgegründet wurde. Laut Webrazzi hat die Transaktion einen Wert von rund 8,2 Milliarden US-Dollar und wird vollständig in AMD-Aktien bezahlt. Der Abschluss wird bis Ende 2026 erwartet, vorbehaltlich behördlicher Genehmigungen und weiterer Abschlussbedingungen.
Was macht World Labs?
World Labs entwickelt sogenannte Weltmodelle, die eine nützliche, vorhersagefähige Simulation der physischen Welt liefern sollen. Ars Technica berichtet, das Unternehmen sei 2024 mit 230 Millionen US-Dollar Kapital gegründet worden, teils von AMD. Das erste öffentlich nutzbare Werkzeug, Marble, erzeugt kleine dreidimensionale Räume, die sich für Filmproduktion, Spieleentwicklung und andere Anwendungen exportieren lassen.
Was erwartet AMD von dem Deal?
AMD will anhand der Arbeit von World Labs genauer verfolgen, wie sich KI-Workloads verändern, und seine Produkt-Roadmap entsprechend ausrichten. Laut Webrazzi arbeiteten beide Unternehmen bereits zusammen: Die technische Kooperation konzentrierte sich darauf, die Modelle auf AMD-GPUs zu trainieren und effizienter auszuführen. AMD beteiligte sich außerdem an der Finanzierungsrunde von 1 Milliarde US-Dollar, die World Labs in diesem Jahr einsammelte. Nach dem Abschluss wechselt Fei-Fei Li als Executive Vice President und Chefwissenschaftlerin zu AMD und berichtet an CEO Lisa Su.
Ars Technica weist darauf hin, dass die Erzeugung synthetischer Daten für das Training von Robotern einer der Anwendungsfälle ist, die hohe Investitionen in diesem Feld rechtfertigen, und dass Nvidia, der direkte Wettbewerber von AMD, dort klar vorn liegt.
Was bedeutet das für Teams außerhalb der USA?
Die Quellen äußern sich dazu nicht; das Folgende ist eine Einschätzung. Für Softwareteams, die Modelle auf eigener Hardware trainieren oder GPUs in der Cloud mieten, liegt die eigentliche Nachricht darin, dass AMD voraussichtlich stärker in Software und Modelle investiert. Das deutet darauf hin, dass die Werkzeugunterstützung für GPUs anderer Hersteller als Nvidia mit der Zeit besser werden könnte. Studios für Spiele, Architekturvisualisierung und Simulation können Weltmodell-Werkzeuge schon jetzt testen; da der Deal noch nicht abgeschlossen ist, bleibt offen, ob sich Produkt- oder Preispläne ändern.
Häufige Fragen
- Warum kauft AMD World Labs?
- AMD sagt, das Unternehmen wolle besser verstehen, wie sich der Rechenbedarf von KI-Modellen verändert, um künftige Produkte darauf auszurichten. Ars Technica ergänzt, dass AMD keinen Modell-Stack besitzt, der mit Nvidias Cosmos konkurrieren kann.
Quellen
- Webrazzi ·
- Ars Technica ·
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